NNS22: Library of Artistic Print on Demand. Post-Digital Publishing in Times of Platform Capitalism
Shownotes
Mit Print on Demand kam in den 1990er-Jahren ein Verfahren auf, das Dank dem Zugang zu Internet für die breite Masse und der Markteinführung des digitalen Produktionsdrucks neue Möglichkeiten eröffnete. Künstler:innen nutzen die Technologie als Ausgangslage für Artist Books, Autor:innen konnten ihre Bücher ohne Verlag herausgeben und für Druckereien stellten sich neue logistische Herausforderungen.
«Library of Artistic Print on Demand» ist sowohl der Titel einer Publikation als auch einer Ausstellung sowie einer physischen Bibliothek, die mittlerweile in die bayerische Staatsbibliothek eingebunden ist. Das Buch von Annette Gilbert und Andreas Bülhoff versammelt 244 Künstler:innenpublikationen, die Print on Demand als künstlerische Spielwiese nutzen und untersucht, welche Fragen das Verfahren im Feld der Buchproduktion und des Publizierens aufgeworfen hat.
Während der Frankfurter Buchmesse haben wir am Stand der Stiftung Buchkunst mit der Herausgeberin Annette Gilbert und dem Verleger Jan Wenzel (Spector Books) über subversive Potentiale und Vergänglichkeit von digitalen Plattformen, über die Rolle gedruckter Bücher als Speichermedium und die Rolle eines Verlags als Moment des Widerstands gesprochen.
IMPRESSUM
Herausgeber:innenschaft: Annette Gilbert, Andreas Bülhoff
Gestaltung: Lyosha Kritsouk
Verlag: Spector Books, Leipzig
Druckerei: Gutenberg Beuys Feindruckerei, Langenhagen
ISBN: 978-3-95905-697-7<br/>
EXPERT:INNEN
Annette Gilbert, Herausgeberin
Jan Wenzel, Verleger
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Stiftung Buchkunst
Frankfurter Buchmesse
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00:00:00: Wir haben also die Niedrigschwelligkeit, die Zugänglichkeit.
00:00:03: Das hat dann natürlich auch dazu geführt dass wahnsinnig viele Leute das Brind- und Demandverfahren genutzt haben und wir damit eigentlich keine Demokratisierung und Diversifizierung des Mutmarktes erlebt haben.
00:00:13: In dem Moment wo Medien noch nicht fest sind wird am meisten mit ihnen gespielt.
00:00:18: Jede Menge Bücher würde ich als Artistic Research bezeichnen um zu gucken wie funktionieren diese Plattformen eigentlich sowohl technisch als auch politisch ökonomisch?
00:00:26: Und die haben uns interessiert.
00:00:28: Das ist glaube ich auch nur die halbe Wahrheit, dass sozusagen der Verlag übersprungen wird.
00:00:33: Wenn man heute schaut das sind ja oft Distributionen, die das inzwischen auch anbieten und die Idee ist auf die Druckerei zu überspringen.
00:00:45: Willkommen bei Nicht Nur Schön!
00:00:47: Ein
00:00:47: Bücher-Podcast,
00:00:48: der beim Inhalt anfängt und bei der Gestaltung endet.
00:00:54: Mein Name ist Laura Breitschmidt
00:00:56: Und Ich bin Jonas
00:00:57: Wanderer.
00:01:08: Hallo Jonas, schön dass wir uns endlich wieder mal bei unserem Studio treffen.
00:01:11: Ja
00:01:12: es ist auch im Herbst sehr gemütlich hier nachdem wir in den letzten Wochen ein wenig unterwegs waren.
00:01:19: Das waren wir und ich habe ja immer wahnsinnig Freude wenn wir reisen dürfen Und aus meiner Sicht war das höchste Zeitmal wieder eine solche zu unternehmen.
00:01:27: Wir waren an der Frankfurter Buchmesse und zwar am Stand der Stiftung Buchkunst.
00:01:32: Dort durften wir eine Live Episode von nicht nur schön aufnehmen.
00:01:37: Frankfurt eine tolle Stadt.
00:01:38: Wir haben da nicht nur die Messe besucht, sondern auch im Museum für Angewandte Kunst einige Zeit verbracht.
00:01:44: Dort war nämlich die Ausstellung zum Sechzig-Elke-Niubiläum der Stiftung Buchkunst und gezeigt wurden etwa neunzig Bücher aus sechs Jahrzitten alle aus dem Archiv des Wettbewerbs der schönsten deutschen Bücher.
00:01:56: Genau!
00:01:57: Die Stiftungen Buchkuns fördert seit sechzig Jahren das vorbildlich gestaltete Gebrauchsbuch Drei Wettbewerber, den Förderpreis für junge Buchgestaltung.
00:02:10: Die schönsten Bücher aus aller Welt wo auch die schönsten Schweizer Bücher jeweils zu sehen sind und die schönste deutschen Bücher also das Pendant zu unserem nationalen Wettbetrieb.
00:02:23: Das Modell ist in Deutschland etwas anders als in der Schweiz.
00:02:26: Es ist nicht staatlich initiiert, sondern von einer eigenständigen Stiftung.
00:02:31: Dahinter stehen der Börsenverein des deutschen Buchhandels die Deutsche Nationalbibliothek Die Stadt Frankfurt am Main und die Stadt Leipzig Und in diesen beiden Städten findet jährlich auch eine große Buchmesse statt.
00:02:46: In Leipzig ist es jeweils im Frühjahr und in Frankfurt eben im Herbst
00:02:52: Und an dieser besagten Messe durften wir das Gespräch führen.
00:02:57: Wir sprachen über ein Buch, dass ich euch direkt einmal beschreiben möchte.
00:03:00: Es ist circa eine A-Firm und ziemlich dick Ich würde sagen sechs bis sieben Zentimeter.
00:03:06: Ein gelbbedrucktes Softcover mit leichter vertikaler Linienstruktur umfasst den Inhaltsblock.
00:03:11: Der Inhalteblock wiederum besteht aus dünnem Recyclingpapier und umfasst rund sevenhundertzwanzig Seiten.
00:03:17: Der Inhalt startet dann mit rund hundertseitens Essays und einem Vorwort der Herausgeberinnen.
00:03:23: Es folgen dann zweihundertvierundvierzig Katalogbeiträge, diese Katalogbeiträge umfassen eine kurze Inhaltsangabe Information zu Materialisierung Bindung- und Publikationsdaten von KünstlerInnenbüchern Und all die Künstlerinbücher in diesen Beiträgen wurden im Print on Demand Verfahren hergestellt.
00:03:40: Zusätzlich Und wie in Bibliotheken üblich sind die Beiträge verschlagwortet.
00:03:46: Das Buch wurde für Farbe gedruckt, wobei die Farbe gelb sicher eine spezielle Rolle einnimmt auf die wir dann später noch zu sprechen kommen.
00:03:53: Der dritte Teil bilden dann Assays, die sich mit der Thematik Print on Demand befassen.
00:03:59: Ich schließe das Buch und gehe jetzt zurück zum Cover.
00:04:01: Dort lese ich den Titel Library of Artistic Print on Demand und der Untertitel Post-Digital Publishing in Times of Platform Capitalism.
00:04:11: Ja, diese Publikation wurde eben von der Stiftung Buchkunst zu einem der fünfundzwanzig schönsten deutschen Bücher, zwanzig sechsundzwanziger in der Kategorie Wissenschaftliche Bücher Fachbücher und Lehrbüchern ausgezeichnet.
00:04:25: Ich tauche noch kurz ins Projekt ein damit ihr wisst warum es hier genau geht.
00:04:29: Das Buch erschien beim Leipziger Verlag Spectre Books und wurde von Anette Gilbert und Andreas Bühlhoff herausgegeben.
00:04:36: Das Buch präsentiert das Forschungsergebnis eines langjährigen Projektes, wie bereits erwähnt geht es darin eben um diese Zweihundertvierundvierzig-Künstlerinnenbücher im Print on Demand Verfahren.
00:04:48: Die Publikation beschäftigt sich damit nicht nur mit dem technischen Verfahren Print On Demand sondern auch was für Konsequenzen dieses für die Künstlerinnen Bücher hat als künstliches Material und auch auf das ganze System von Buch, vom Büchermachen.
00:05:04: Neben dem Buch selber gab es auch Ausstellungen, die Annette Gilbert und Andreas Bühlhoff konzipiert und kuratiert haben – diese waren in Berlin, Bern und München zu sehen.
00:05:13: Mittlerweile sind die Bücher aus der Library of Artistic Print and Demand auch Teil der Bayerischen Staatsbibliothek
00:05:21: Ja, und wie du bereits erwähnt hast dieses Buch für ein viele Fragen rund um das Bücher machen.
00:05:26: Um das herausgeben und das verlegen und das fanden wir besonders... passend für den Rahmen der Frankfurter Buchmesse.
00:05:34: Wie ihr euch vorstellen könnt, ist an der Buchmessee immer sehr viel los viele Buchvorträge besuchende und einfach der Trubel der Messe.
00:05:44: und so war es eben auch am Tag unseres Gesprächs.
00:05:47: Am Stand der Stiftung Buchkunst waren wir zwar zusammen mit unserem Publikum etwas abgeschirmt aber an unseren Stimmen hört man doch vielleicht ein wenig dass wir da ein bisschen lauter sprechen mussten als hier in unserem kleinen Studio, aber genug dazu.
00:06:03: Wir wünschen jetzt viel Spaß beim Gespräch mit Annette Gilbert und Jan
00:06:07: Wenzel!
00:06:15: Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt.
00:06:17: Jan du bist sowieso an der Messe.
00:06:19: Annette, du bist angereist.
00:06:20: Vielen Dank dafür!
00:06:21: Annette Gilbert, du arbeitest als Literaturwissenschaftlerin am Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen.
00:06:28: Du forst zu Themen wie Buchkommunikation, Buchgeschichte und Buchästhetik aber auch zur Artistbooks und Materialität und Medialität von Literatur.
00:06:39: Und mit uns ist auch Jan Wenzel.
00:06:42: Jan, du bist Publizist mit einem Fokus auf das Jahr nineteen neunzig.
00:06:46: Du hast auch eine Kolumne geschrieben in einem Magazin für Fotografiekamera Austria und du hast dort über Fotobücher geschrieben.
00:06:55: Und weil es ganz wichtig ist Print on demand zu verstehen wird uns Jonas eine ganz kurze Definition geben was man darunter versteht und dann kommen unsere Gäste zu Wort.
00:07:05: Normalerweise, wenn man ein Buch macht, drückt man das in einer hohen Auflage.
00:07:09: Tausend, zweitausend Bücher im Kunstwesen ist es meistens um die tausend und dort muss man natürlich viel Geld finden damit das Buch produziert werden kann.
00:07:20: Und Print On Demand hat das umgekehrt.
00:07:23: Das war so um die Jahrtausendwende und es ist so dass man einfach einen PDF macht und online stellt und das Buch wird jedes Mal gedruckt.
00:07:34: Wenn jemand das Buch bestellt, die Kosten werden direkt von den Käuferinnen getragen.
00:07:40: Und es ist natürlich erst durch einerseits Internet und andererseits Firmen wie Xerox, die dann Maschinen entwickelt haben, die so etwas ermöglicht haben.
00:07:51: Genau!
00:07:52: Das ist so die Kategorie Print On Demand.
00:07:55: Wenn es so einfach wäre, wäre das Buch nicht siebenhundzwanzig Seiten dick?
00:08:00: An jetzt welche Aspekte von Print on Demand haben wir... in unserer Grogendefinition ausgelassen, die du als relevant erachtest?
00:08:09: Die Definition und Geschichte trifft absolut zu.
00:08:12: Aber sie beschreibt eigentlich nur die technische Seite und die ökonomische Seite.
00:08:18: Und damit Print und Demand dann aber auf dem Buchmarkt solche durchschlagende Wirkung erreichen konnte, braucht es da noch ein paar Mehrfaktoren, die ich jetzt vielleicht nochmal kurz nennen würde.
00:08:27: Das eine ist dass man vielleicht die Technik hat, Infrastruktur noch lange nicht damit umgehen kann.
00:08:35: Das heißt, es brauchte tatsächlich auch eine Umbruchssituation in den Druckereien selbst.
00:08:39: Dass die umstellen auf eine solche Art auf Bestellung zu produzieren.
00:08:44: Die ganzen Arbeitsabläufe mussten da umgestellt werden.
00:08:47: im Sinne von eben früher machte man eine Auflage und hatte danach ein paar Paletten, die konnte mit einem Lkw man in die Welt verschicken.
00:08:54: jetzt drückt man eins und muss dann tausend Päckchen an verschiedene Adressaten schicken.
00:08:59: also das heißt dass ist ein ganz anderer Ablauf.
00:09:02: auch wie es auf dem Druckbogen dann verteilt wird und ähnliches, das brauchte man erst mal ein Zeitfenster dafür damit Druckereien bereit sind darauf umzustellen.
00:09:10: Und wenn man einen Computer damals noch gekauft hat Anno Dazumal bekam er ja noch ein gedrucktes Buch dazu, wie der zu bedienen ist und es gab dann einen Zeitfenstern wo die Microsoft usw.
00:09:22: auf CD-ROM umstellten.
00:09:24: Und das war die Situation, wo Druckereien auf einmal gezwungen waren darüber nachzudenken wie könnten sie sich neu aufstellen?
00:09:30: Das wäre also das eine dass die Infrastruktur in den Druckerei-Bereichen umgestellt werden musste.
00:09:35: Damit sind wir noch immer nicht im Massenmarkt sondern das konnten dann immer nur etablierte Verlage nutzen.
00:09:42: Das heißt es brauchte als nächstes auch noch dass dieses Druckverfahren der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird Und das haben wir inzwischen durch diese Plattform, die sich da gebildet haben und dass für den Massenmarkt niedrigschwellig anbieten.
00:09:55: Das heißt es ist inzwischen so... Da gibt's eine schöne Metapher dafür von Clay Shacky der sagt Publishing is a button!
00:10:02: Also man braucht nicht mehr den professionellen Verleger und Drucker
00:10:05: usw.,
00:10:05: sondern ich am Zuhause drücke auf drucken und dann geht das los.
00:10:10: Es können jetzt also auch Leiden machen.
00:10:12: Wir haben also die Niedrigschwelligkeit, die Zugänglichkeit Adressiert, alles ein Kinderspiel.
00:10:19: gehen Sie hier rüber auf den Stand von BOD, Wuchs und Demand.
00:10:23: Genau so wird es bis heute verkauft.
00:10:25: das hat dann natürlich auch dazu geführt dass wahnsinnig viele Leute das Verfahren genutzt haben und wir damit eigentlich könnte man sagen eine Demokratisierung des Buchmarktes um Diversifizierung des Buch Marktes erlebt haben.
00:10:35: also eigentlich ist die Bezeichnung Brindt und dem an Plattform irreführend weil sie eben nicht nur den Druck übernehmen sondern eben alles ringsrum.
00:10:43: Das wichtigste ist sie übernehmen die Distribution Und damit hat man eigentlich ein Problem des ganzen Self-Publishings all der Jahrzehnte, Jahrhunderte vorher gelöst.
00:10:52: Nämlich wie kriege ich die Bücher?
00:10:53: Die ich selbst produziere an Mann oder Frau und das ist integriert in diese Plattformen.
00:10:58: Die sind also auch die Distributoren, die schließen ihr Angebot an den normalen Buchhandel an.
00:11:03: Jeder kann es über ihren Webshop bestellen aber auch über den Buchladen oder über Amazon oder die großen online Plattform.
00:11:10: Das hat dann dem Ganzen nochmal so einen Schub gegeben, vielleicht so ganz allgemein erst mal noch ohne dass wir über Künstler oder irgendwas gesprochen haben?
00:11:17: Ja und da gibt es ja noch ein Player der jetzt noch gar nicht genannt wurde und der auch ein bisschen übersprungen wird nämlich eben der Verlag oder quasi der Autor.
00:11:27: die Autorin drückt selber und die Distribution wird von der Druckerei übernommen.
00:11:32: aber die Rolle des Verlags geht er auch ein Bisschen verloren fällt ganz weg.
00:11:39: Ihr macht seit fünfundzwanzig Jahren Spektobooks, ungefähr diese zweitausender Jahre da war es hier so in der Gründung.
00:11:46: War dieses Print on demand damals irgendein Thema oder habt ihr euch dazu auch Gedanken gemacht als ihr gegründet habt?
00:11:53: Dazu haben wir uns keine Gedanken gemacht und ich glaube bis jetzt nicht.
00:11:59: Wir haben das... Ich kann jetzt nicht das Jahr genau sagen.
00:12:04: Das erste Mal dass wir überhaupt mit Print und Demand in Verbindung gekommen sind war, dass Anne in New York war.
00:12:13: Und da bei McNally Jackson eine Espresso-Bookmaschine im Untergeschoss stand die hast deshalb Espresse-Book Maschinen weil das ungefähr so lange dauert wie man einen kleinen Kaffee trinkt bis es buch was man sich ausgesucht hat dann ausgespuckt wird und man das mit nach Hause nehmen kann glaube ich auch nur die halbe Wahrheit, dass sozusagen der Verlag übersprungen wird.
00:12:40: Wenn man heute schaut das sind ja oft Distributionen, die das inzwischen auch anbieten und die Idee ist auf die Druckerei zu überspringen.
00:12:48: Und im Prinzip den kurzesten möglichen Weg zwischen Autor und Distributor zu haben alles was dazwischen einen Widerstand darstellen kann, dass jetzt der Verlag sagt nee das will ich nicht oder verändert es mal.
00:13:06: Das fällt weg.
00:13:07: und ebenso fällt eben alles was eine Druckerei im klassischen Sinne im Offsets Sinne an Schwerfälligkeit durch Auflagenhöhe etc.
00:13:17: hat fällt auch weg.
00:13:18: und man kann sozusagen Inhalte anbieten ohne zu wissen wen das interessiert.
00:13:25: Diese Schwerfälligkeit oder auch die großen Auflagen, die gedruckt werden und man sie vielleicht auch mal verschätzt hat ja den Vorteil dass man dann doch noch nach zwanzig Jahren wenn dann doch die Retrospektive der Künstlerin kommt, die damals niemand vorher gesehen hatte.
00:13:41: Dass man dann noch diese Bücher hat und diese noch zugänglich sind Du hast das in Buch beschrieben mit der Abhängigkeit weil ich kann es als Autorin hochladen und du wenn du mein Buch suchst kannst du es da bestellen.
00:13:54: Die Plattformen haben ja marktwirtschaftliche Interessen.
00:13:58: Kannst du dazu vielleicht etwas sagen, wie sich Dynamiken entwickeln die vorher bei einem klassischen Verlag nicht da waren?
00:14:06: Ich bin jetzt mal auf der Künstlerseite.
00:14:08: also gehen wir schon einmal in unsere Genre hinein.
00:14:10: Daran hat man zum Anfang überhaupt nicht gedacht dass die Plattform sich dazwischenschalten und vielleicht die Position des Verlages übernehmen könnten.
00:14:18: im Gegenteil es war zum Anfang dieser Befreiungsgedanke.
00:14:20: Jetzt kann ich selbst machen was ich will so schnell machen wie ich will und ohne Qualitäts, also Qualität im Sinne Ich entscheide.
00:14:28: niemand spricht berein ob das vielleicht nochmal ein Lektorat braucht oder ähnliches.
00:14:33: Also insofern war es zum Anfang das absolute Freiheitsversprechen.
00:14:36: Das schützt so genialische Konzepte?
00:14:40: Ja, genialisch aber natürlich je nachdem in welchen Genre man sich bewegt.
00:14:46: Poesie dabei, also Genres die sich eigentlich nicht verkaufen und wo man dann weniger das Genie dahinter hat sondern eher den leid geprüften Lyrika der sagt mich drückt halt wirklich niemand ich muss es selbst tun.
00:14:58: Also gerade in der experimentellen Literatur.
00:15:00: insofern war das dann in der Hinsicht auch ein Befreiungsschlag dass man jetzt ohne die Marktmechanismen was trotzdem offenmarkt oder in die Öffentlichkeit bringen kann was vielleicht vorher kein Forum hatte.
00:15:13: Insofern zum Anfang Enthusiasmus pur und deswegen auch eine Phase.
00:15:19: Wir haben es chronologisch geordnet, dass zum Anfang wahnsinnig viel produziert wurde und diese neue Freiheit genutzt wurde um zu gucken was kann ich machen wie weit kann nicht gehen welche Formate werden angeboten?
00:15:30: Also natürlich gibt das dann nur zum anfangen sagen wir zehn Formate von Büchern zwischen denen man wählen kann nicht wie Offset mit irgendwelchen Finessen Und das war aber auch gerade wieder ein Reiz.
00:15:39: okay Ich bin hier limitiert.
00:15:41: Wie kann ich trotzdem meine künstlerischen Konzepte da unterbringen oder vielleicht sogar weiterentwickeln, oder vielleicht entspricht mein künstlerisches Konzept sogar genau dieser Herstellungsweise.
00:15:51: Also da gab es auch sehr viel in der Hinsicht und dann natürlich irgendwann kippt das.
00:15:54: also wir haben jetzt von der Espresso Bookmaschine gehört was ich eigentlich ein ganz tolles Projekt fand was aber so durchaus weltüberspannend geplant war aber eben nur in ganz wenigen Buchläden tatsächlich anzufinden war.
00:16:08: in Deutschland gab es keine einzige Maschine.
00:16:10: die nächste waren Amsterdam die jetzt aber gerade im vorigen Jahr auch eingestaubt wurde, McNally hat es auch nicht mehr in New York.
00:16:19: Das heißt wir sind also tatsächlich wenn wir uns in diese Gefilde begeben als Künstler, Autoren abhängig davon und wenn die Plattform verschwindet oder wenn neue Formate eingeführt werden, hat man ein Problem.
00:16:33: Man hat aber natürlich auch ein Problem Politik und Ökonomie, dass wir sprechen über ein Zeitraum von zwanzig Jahren.
00:16:40: So eine Plattform haben sich weiterentwickelt wissen wir alle von Social Media.
00:16:44: natürlich ist die Kontrolle auf diesen Plattform heute auch ne ganz andere als in den ersten Jahren.
00:16:49: das heißt sie haben da natürlich inzwischen auch andere Terms and Conditions andere ich möchte es jetzt nicht Zensuren nennen aber Kontrollmechanismen.
00:16:56: um zu gucken was da hochgeladen wird darfst
00:16:58: du keinen Quatsch mehr machen.
00:16:59: genau Und genau das war ja die Freiheit.
00:17:02: Dieser Quatsch, dieser Spielraum ist verloren gegangen und deswegen sind auch ich würde sagen mindestens ein Drittel der Bücher, die wir gesammelt haben inzwischen nicht mehr erhältlich.
00:17:12: Sei es die Plattform ist nicht mehr da sei es neue Formate und nicht mehr produzierbar oder sei es zu einem großen Anteil tatsächlich dass die Accounts gesperrt wurden oder die Bücher nicht mehr hergestellt werden
00:17:24: vielleicht auch zur Verbildlichung von Quatsch, weil nicht alle dieses Buch schon angeschaut haben.
00:17:31: Es gab zum Beispiel diverse Projekte die komplett schwarze oder zu neunundneinzig Prozent schwarzen dicke Bücher gedruckt haben das heißt maximale Tintenverbrauch und das hatten sie in der Preisgestalt und nicht mit einkalkuliert.
00:17:50: Sie gingen einfach davon aus, dass vielleicht Literatur gedruckt wird aber dann als Künstler dieses System unterwandert haben sie probiert die Plattform in den Ruinen zu treiben indem sie einfach die absurdesten Objekte gemacht haben.
00:18:05: Ich würde vielleicht direkt nachfassen.
00:18:08: Teil des Titels ist Artistic Print on Demand, also du hast auch schon gesagt als Oberbegriff diese künstlerische Auseinandersetzung.
00:18:15: Ich habe mich dann gefragt ob wenn wird das Verlegen über die Print-on-Demand Plattformen zu einer künstlischen Praxis und wann?
00:18:23: ist es einfach ich hab kein Geld und ich druckle da?
00:18:26: Habt ihr da so etwas herausgefunden oder Tendenzen gesehen?
00:18:31: Das war eher unsere... Uns interessierten natürlich nicht die Bücher, die einfach nur das nutzen.
00:18:39: Sondern schon die Büchern, die es eben nutzen um damit etwas zu machen was vorher nicht möglich wäre oder die das so durchdenken wie das eigentlich funktioniert oder überhaupt erst mal erforschen.
00:18:51: also jede Menge Bücher würde ich als Artistic Research bezeichnen und zu gucken wie funktionieren diese Plattformen eigentlich sowohl technisch als auch politisch ökonomisch Und die haben uns interessiert.
00:19:03: Das ist überhaupt so ein Problem, wenn man sich dem wissenschaftlich nähern will.
00:19:06: Man kann sich dem eigentlich nicht auf einer gesicherten Basis nähern, weil man das Feld nicht erfassen kann.
00:19:14: Die Plattform geben keine Daten raus und man kann es nicht einfach abgreifen.
00:19:21: Also diese Suchfunktionen sind nicht so, dass man als Wissenschaftler da wirklich nach ordentlichen Kriterien etwas aussuchen könnte.
00:19:27: Insofern waren wir Wege angewiesen und das war eben unser Vorausfall, dass wir uns eher mit künstlerischen Projekten beschäftigen wollten über die man dann in anderen Diskosen sozusagen und Netzwerken kommt.
00:19:41: Wenn man die Namen da drin liest sind es jetzt nicht so die großen Namen von Künstlern oder noch nichts damals oder gewisse haben dann wie eine Karriere gemacht.
00:19:51: wenn man jetzt zu einem Verlag geht wie zu Spectorbooks Da gibt's auch diesen Moment wo Abweg ist es auch wirtschaftlich machbar und da hilft ja manchmal ein klingender Name oder jemanden, den man schon kennt und denkt okay Es ist ein Publikum da.
00:20:08: Was leistet eben dieser Verlag wenn er da ist?
00:20:13: Ich würde glaube ich indirekt darauf antworten eine größere Schleife drehen um besser zu verstehen was passiert da.
00:20:20: das ist hundert Jahre her ungefähr.
00:20:23: es gibt in den zwanziger jahren so einige Emanzipative Utopien der Moderne.
00:20:30: Und eine davon ist Rechtsradiotheorie, die da von ausgeht jeder Mensch ein Sender.
00:20:36: also wie kann ich sozusagen zwischen Sender und Empfänger das anders verschalten?
00:20:43: Man sieht es mit dem Aufkommen des Digitalen vor allem dann in den Social Media wie diese Utopie der moderne jeder Mensch ein Sender sich realisiert.
00:20:55: Jeder kann sozusagen heute senden, weil es nicht mehr diese Apparate gibt die kontrollieren was gesendet wird und was nicht.
00:21:06: etwas ähnliches passiert im Verlagsbereich mit Print on Demand dass jeder das Gefühl hat ich möchte gern einen Buch in der Hand haben wo ich als Autor draufstehe das tun kann neben der Beschleunigung, die seit den neunziger Jahren in der Menge der Titel passiert.
00:21:28: Weil es eben auch durch die Digitalisierung viel billiger wird zu produzieren.
00:21:32: also dieser ganze Bereich der Druckvorstufe der erheblichen Arbeitsaufwand bedeutete ist in dem Moment wo man nur noch ein PDF in die Druckerei schickt und das dann auf eine Platte belichtet wird
00:21:44: viel
00:21:44: kostensparender.
00:21:47: Das heißt schon im traditionellen Prozess hat man eine Explosion des Zum Buchwerdenden, das wird dann durch Print und Demand nochmal extrem beschleunigt.
00:22:00: Das sozusagen mehr oder weniger alles zum Buch werden kann wenn es eine Person gibt die will dass das passiert Und da hat man den Salat auch vielleicht
00:22:11: nur historisch.
00:22:18: Es umschwingt, das heißt dann haben wir ab dem Zeitpunkt mehr Print-on-demand Bücher mit ISPN als normale Buchproduktion und man muss ja noch bedenken dass nicht jedes buch ISPN bekommt.
00:22:28: Also d.h.
00:22:30: ist der Zeitpunkt erreicht wo die Verlagsproduktion hinten anhängt?
00:22:34: Und was jetzt ein Verlag heute aber noch macht ist, dass eben in dieser enormen Explosion der Gutenberg Galaxis es heute glaube ich eher die Aufgabe ist Leser für diese Dinge, die zum Buch geworden sind noch zu ergattern.
00:22:50: Und da ist manchmal so ein Verlag ganz hilfreich weil er eben durch die verschiedenen Filter gibt es jemanden den das interessiert lohnt es sich dafür Geld auszugeben kommt dieses Geld wieder rein eben die Möglichkeiten dessen was zum Buch werden kann wieder einschränken aber mit der Konsequenz dass natürlich jeder einfach diese Einschränkung leicht umgehen kann und sagt, na dann mach ich es anders.
00:23:19: Wie
00:23:19: viele Anfragen kriegt ihr jetzt vielleicht in einem Jahr?
00:23:22: Und wie viele Bücher produziert ihr?
00:23:24: Vielleicht dass man diese Relation von wer möchte ein Buch machen und wer kriegt bei euch die Chance?
00:23:31: Es sind ungefähr ein bis zwei täglich.
00:23:33: Wir hatten voriges Jahr begonnen, dass wir so Zeitfenster machen, wo man uns Vorschläge schicken kann.
00:23:39: Dass wir das ein bisschen gebündelt haben.
00:23:41: Das hat dann die negative Konsequenz, dass in diesen beiden Zeitfenstern wirklich mit Vorschlagen zugeschüttet werden und es eben die Aufgabe ist, in dieser Vielzahl der Vorschlage zu schauen was könnte interessant sein?
00:24:00: Und das sozusagen auch nur einer von verschiedenen Wegen ist, wie Bücher zu uns kommen.
00:24:05: Also es gibt daneben noch Institutionen, Museen vor allem die uns auffordern sozusagen ein Angebot zum machen für einen Katalog und dann schauen wir auch Ist es interessant für uns?
00:24:16: Es gibt viele Projekte, die wir selbst auch initiieren weil wir selbst sagen Das interessiert uns das würden wir gerne so Buch machen.
00:24:23: aber das ist letztendlich würde ich sagen eine der Hauptaufgaben Türwächter zu sein.
00:24:30: Das kommt rein, das kommt nicht rein.
00:24:32: Es ist eine elementare Form von Kritik, dass man sagt, das soll Buch werden und das nicht?
00:24:39: Wenn man mich fragt was ist an der Verlagsarbeit, wo ist der ökologische Moment?
00:24:45: Ist auch der öko- logische Moment, dass abwegt sollen
00:24:49: für
00:24:50: diese Idee Ressourcen, Zeitressourcen Papierresourcen Energie ressourcen verwendet werden Neben diesem ganz traditionellen, dass der Verleger auch der Risikokapitalist ist und für etwas investiert was sich erst in Zukunft dann rentiert oder nicht.
00:25:12: Verlegerische Arbeit auch.
00:25:13: Noch mal, wie viele Titel kommen raus pro Jahr?
00:25:16: Also circa achthundert Anfragen und das werden... Achtzig
00:25:20: kommt bei uns im Verlag raus.
00:25:22: Das ist eine ganze Menge.
00:25:23: da gibt es manche Titel die zählen dann als zwei wenn es in der deutschen und englischen Ausgabe gibt.
00:25:28: aber das ist das was für uns auch ein Limit ist weil es eben nicht nur heißt Bücher zu machen sondern als Verlag Die Arbeit, bis ein Buch aus der Druckerei kommt eben auch nur die halbe Arbeit.
00:25:42: und die andere Hälfte besteht darin das Buch in die Welt zu bringen.
00:25:46: Das Buch bekannt zu machen, das Buch zu distribuieren.
00:25:50: und die Vertreterin muss sie dann jeweils in der Buchhandlung auch vorstellen und es gibt da einfach bestimmte Limits auch was überhaupt vor allem auf der Distributionsseite vermittelt werden kann und was man in die Da ist.
00:26:06: dann eben auch diese Entscheidung etwas nicht zu machen, eine Entscheidung die viele andere Entscheidungen vorwecken nimmt.
00:26:13: Weil wenn ich jetzt eben zehn Titel habe wo ich denke muss man die überhaupt machen und die dann mitnehme ist am spätestens in dem Vertretertreffen auch der Moment erreicht wo es nochmal viel Energie braucht irgendwie Gründe auch zu sammeln, wen dieses Buch interessieren könnte.
00:26:36: Und da ist verlegerische Arbeit eben auch eine Filterarbeit die relativ früh vielleicht bestimmte Dinge aussortiert weil sie einfach weiß es ist ne Arbeit die dann auch kein Effekt hat so gut ich sie auch mache.
00:26:51: Ich würde nochmal zurückgehen zu einem Wort aus dem Titel Library Die Bibliothek.
00:26:57: und Wir haben am Anfang darüber gesprochen, dass diese Plattformen eben nicht für immer da sein müssen.
00:27:04: Nun habt ihr euch entschieden, diese Bücher nicht nur in eine klassische Buchform zu bringen.
00:27:10: Ihr habt es auch als Webseite zugänglich gemacht aus durchsuchbarer Katalog und es ist in eine Füße der Bibel Tegel übergegangen.
00:27:18: Also ihr habt das System mehrfach gehackt.
00:27:22: War das
00:27:25: von Anfang an die Idee?
00:27:28: meine Motivation, dass ich von diesen Büchern begeistert war und wie immer wenn man sich so ein bisschen am Rande bewegt es schade finde das das später nicht rechtzeitig in die Institutionen Eingang findet um bewahr zu werden.
00:27:44: Insofern hatte ich schon von Anfang an dieses Moment Ich möchte retten also einmal schauen was es überhaupt gibt und dann aber eben auch es in die institution hineinbringen.
00:27:56: Also warum ich überhaupt auf dieses Projekt gekommen bin, die Verzweiflung darüber dass sich an die Bücher von denen ich hörte oder im Netz sah oder irgendwas und das ich an die nicht rankam.
00:28:05: Und normalerweise ist es bei mir so, also ich kaufe viele Bücher aber ich schau schon gerne noch vorher rein bevor ich sie kaufe.
00:28:12: Es war für mich wirklich eine unüberwindbare Hürde, dass ich diese Bücher in keiner Bibliothek, in keinen Buchladen nirgendwo finden konnte vielleicht ab und zu mal auf einer Buchmesse.
00:28:22: Künstler mit Brindt und dem Mahnd, künstler.
00:28:24: Büchern auf einer Buchmesse ist eigentlich sehr selten.
00:28:27: Also ich habe die Nürnungs gefunden und war deswegen wirklich gezwungen Ich muss sie jetzt blind kaufen!
00:28:31: Das war für mich erst mal eine große Hürde.
00:28:34: Und dann hab' ich aber auch gedacht das es eben auch für die Auseinandersetzung damit eine große hürde Dass wir eine Bibliothek angelegt haben ist einfach dass ich glaube dass man an Beispielen sehr viel zeigen kann und eben auch ein Spektrum zeigen kann dass sich da entwickelt.
00:28:49: Es war von Anfang an geplant kaufen und in eine große Bibliothek einführen.
00:28:55: Und das war gar nicht so einfach, eine zu finden!
00:28:59: Also ich habe bei mehreren großen deutschen Bibliotäken angefragt und niemand wollte meine vorkorratierte Sammlung haben bis sich dann durch Kontakte
00:29:07: usw.,
00:29:08: also die Künstlerbuch-Sammlung von der Bayerischen Staatsbibliotheke überzeugen konnte.
00:29:12: Das war das Eine.
00:29:14: Dann haben wir das Projekt mehrfach vorgestellt und es war dann von den Künstlern eigentlich Die Rückmeldung.
00:29:21: Ja, ist ja schön dass er das macht aber wer fährt nach Bayern?
00:29:24: Wer schaut sich da das eine Exemplar an?
00:29:26: also wir wollen in die Welt und dann dachten wir okay wie kommt man in die welt?
00:29:30: Also wir haben deswegen ein web Archiv.
00:29:31: Das war von Anfang an nicht so geplant Aber wir haben dann das Web Archiv begonnen Und dadurch glaube ich tatsächlich auch sehr viel getan für die Für das bekannt werden und die Verbreitung also das Wissen über dieses Genre sage Ich jetzt mal.
00:29:44: und Dann war für mich aber klar eine Website ist ja nun auch wieder nichts für ewig Heutzutage, ich wollte in die Institutionen hinein.
00:29:51: In die Sammlungsinstitutionen, wie es immer so schön heißt und da kommt man nicht mit einer Webseite rein und deswegen brauchte ich also unbedingt noch ein Buch.
00:30:01: Ich mache gerne Bücher.
00:30:02: Also insofern das war jetzt kein Hindernis sondern ja ich will noch einen Buch machen und deswegen war's dann natürlich auch sehr schön dass sich da bei Spektor ein offenes Ohr gefunden habe.
00:30:11: Also imsofern ist das glaube ich wirklich ein sehr schönes Match was sich da ergeben hat.
00:30:17: Jan, ich habe dich vorgestellt als eine Person, die gerne darüber nachdenkt was das Objektbuch für eine Funktion übernimmt in der Vermittlung des Inhaltes.
00:30:26: Das ist jetzt eigentlich eine gute Frage bei diesem Objekt?
00:30:30: Das Eine ist dass dieses Objekt wieder zurückbindet an das Buch.
00:30:37: Also wenn man jetzt nochmal zur Brechtsradiotheorie geht, Anne meine Co-Verlegerin.
00:30:43: Wir haben in den späten neunziger Jahren auch für einen Rundfunk gearbeitet und da hieß es immer das versendet sich.
00:30:51: also alles ist sozusagen für ein Moment da und dann ist es weg und vieles wird im Rundfund Archiv nicht behalten.
00:30:58: Und mit dem Print & Demand Büchern Haben wir eigentlich was ähnliches dass die sich in gewisser Weise versenden weil das Systembuch eben nicht nur der Verlag ist, sondern auch die Bibliothek.
00:31:12: Und diese Kombination aus Verlag und Bibliotek hat eines der solidesten Speichermedien geschaffen über die der Mensch überhaupt verfügt.
00:31:25: Wenn man jetzt diesen Korpus an Büchern in irgendeiner Weise bewahren will also vielleicht noch in zwanzig oder fünfzig Jahren verstehen will was diese Frühzeit und vielleicht auch die künstlerische Hochzeit.
00:31:41: Weil oft ist sozusagen in dem Moment, wo Medien noch nicht fest sind wird am meisten mit ihnen gespielt gewesen ist dann kann man das eben ohne euren Einsatz wahrscheinlich niemals tun weil diese Dinge nicht mehr auffindbar sind und einmal sie zu sammeln in eine Form zu bringen, wo sie dann auch in Bibliotheken nicht nur einmal gesammelt werden sondern sozusagen zirkulieren können.
00:32:10: Dass überhaupt Menschen davon erfahren dass es dieses Buch gibt und wenn Sie ein super großes Interesse daran haben fahren Sie da nach München und können sich das vorlegen lassen.
00:32:22: dafür gibt es dann dieses sehr gewichtige Buch was eben in seinem Hauptteil einen Katalog ist.
00:32:31: Und das ist etwas, was uns, weil wir ja schon einige Bücher über Bücher gemacht haben immer auch als ein formales Problem interessiert.
00:32:38: Wie schafft man es einen Objekt?
00:32:41: Was aus einer ganzen Anzahl von Flächen besteht so zu repräsentieren dass man Eindruck von diesem Objekt bekommt.
00:32:49: Weil man kann sozusagen in den seltensten Fällen eine Komplettabwicklung eines Buches machen.
00:32:54: Das könnte dann nur in einem winzig kleinen Format passieren.
00:32:58: Und deshalb ist sozusagen eine wichtige Aufgabe, die dieses Buch leistet.
00:33:04: Durch den Titel durch eine Anzahl von technischen Informationen, durch Abbildungen, durch eine kurze Beschreibung, eine Vermittlungsform für diese einzelnen Projekte zu geben so dass ich mir als Lesender einen Überblick verschaffen kann.
00:33:20: was ist dieses Buch überhaupt?
00:33:21: und ihr merkt ich schwenke jetzt immer mehr in sozusagen die Frage Was ist die Gestaltungsaufgabe bei diesem Buch gewesen?
00:33:30: Die eine Gestaltung Aufgabe würde ich beschreiben, als.
00:33:35: dieses Buch hat drei verschiedene Inhaltsteile.
00:33:39: Es hat ne Einleitung von circa hundert Seiten.
00:33:43: es hat dann diesen Katalogteil von rund fünfhundert Seiten oder vierhundertfünfzig Seiten und es hat noch einer Anzahl von Essays, die sich zu einzelnen Aspekten Buchkorpus äußern.
00:33:59: und die erste Aufgabe bestand darin, überhaupt eine Gestaltungsidee zu entwickeln, die diese unterschiedlichen Teile auch zusammenhält.
00:34:09: Und Joscha Kritzuck der Gestalter dieses Buches hat dann eine sehr einfache aber wirkungsvolle Idee das auf jeder Seite, das beginnt schon auf dem Titel in der Mitte der Seite sozusagen eine Linie die Seite teilt und dass eigentlich wie so ein eine Matrix sich durch das ganze Buch hindurchzieht und dadurch auch diese unterschiedlichen Kapitel ein Element haben, was sie visuell zusammenhält.
00:34:40: Das setzt sich dann vor oder es ist eine Konsequenz daraus dass es eine Zweispaltigkeit gibt die auch über das ganze buch geht, die manchmal ignoriert wird von anderen Entscheidungen, die sich dann über beide Spalten bewegen.
00:34:56: Und das setzt sich fort in einer Gestaltung, die Elemente des Formulas aufnimmt.
00:35:03: Also Flächen definiert wo bestimmte Informationen abgelegt werden aber dafür auch eine sehr flexible Form.
00:35:11: dann hat weil man sieht dass im Katalog Teil diese Bücher sind nicht alle gleich Und das heißt, man braucht eine Grafik.
00:35:20: Die so robust ist dass sie sich immer wieder auch anpassen kann und diese unterschiedlichen Fälle auch unterschiedlich grafisch aufnehmen kann.
00:35:29: und all das leistet die Entscheidung, die Joscha bei diesem Buch getroffen hat.
00:35:36: Es ist nicht ein kleines Büchlein in einer Bibliothek nimmt das auch wirklich Platz ein.
00:35:42: Diese verschwindenden Bücher sind jetzt definitiv fast sechs, sieben Zentimeter breit wenn man da durchläuft.
00:35:50: Das fällt auf!
00:35:51: Ist es auch ein Grund für diese gelbe Farbe?
00:35:54: Das haben wir noch nicht herausgefunden.
00:35:57: Man hat das auf dem Titel dieses Gelb und man hatte es hier in diesem Katalogteil sehr stark Und das eine was das Gelb eben kann ist wie übertruppen ist, aber dass diese darunter liegende Ebene auch lesbar ist.
00:36:12: Deshalb durfte das keine zu dunkle Farbe sein.
00:36:16: Loscher wollte immer eine Sonderfarbe da haben und da habe ich gesagt nein!
00:36:24: Das muss in CMYK laufen weil ansonsten hätte man einfach dann bei einer Achtfarbmaschine jeden Bogen zweimal durchlaufen lassen müssen, weil man eben fünf Farbwerke belegt hat Und das ist bei so einem Seitenumfang dann schon nicht unerheblich, was das an mehr Druckzeit bedeutet.
00:36:45: Wir haben – waren beide in der Druckerei Annette und ich und wir haben da glaube ich einen guten Tag verbracht.
00:36:54: Ich weiß gar nicht ob wir alles gesehen haben oder irgendwelche bestimmte Sachen, wo wir gewusst haben, dass läuft hier.
00:36:59: Da haben wir den Drucksaal verlassen aber das hätte dann bestimmt vier Tage Druckzeit auch bedeutet.
00:37:07: Vielleicht das auch noch als Information, die Auflage der ersten Ausgabe ist zweitausend Stück gewesen.
00:37:15: davon sind jetzt glaube ich nach einem guten Jahr noch achthundert übrig also schon mehr als die Hälfte ist verkauft.
00:37:25: und in der Welt
00:37:27: gab es einen Moment in dem diskutiert wurde ob dieses Buch im Print on demand Verfahren gedruckt werden muss.
00:37:33: Der Punkt, das nicht zu tun war einmal ein Konzeptueller.
00:37:37: Also zu sagen dass man mit diesem Buch ja auch eine Rückübersetzung macht also aus diesem technologischen Verfahren, das holt man in traditioneller Reform der Buchproduktion zurück.
00:37:54: Unser Feld ist ja nicht print on demand als Verlag sondern unser Feld ist der Offset Druck.
00:38:00: deshalb machen wir es auch im Offset-Druck.
00:38:02: Das zweite ist, dass Print und Demand immer ein Kontrollverlust auch sind.
00:38:07: Weil man eben nicht überprüfen kann.
00:38:10: Man steht nicht an keiner Druckmaschine.
00:38:13: Und selbst wenn man eine Espresso-Bookmaschine stehen würde, würde man nur sehen was genau an dieser Maschine rauskommt ob das dann einer anderen Maschine derselbe ist es nicht gegeben weil es gibt nicht diese Art von Normierung und Standardisierung wie man sie heute in der Druckindustrie hat also über einen bestimmten zertifizierten Beruf, dann etwas auch vorlegt was an der Maschine Farbgleich produziert werden kann.
00:38:40: Vielleicht kann ich ergänzen auch noch mal ein Blick in das Buch also die Projekte die wir gesammelt haben werfen und zwar die technischen Details die du jetzt ausgeführt hast sind uns jetzt eigentlich glaube ich völlig klar.
00:38:52: aber als das System eben noch neu war Gab es eben viele dieser künstlerischen Projekte, die wir gesammelt haben.
00:39:00: Die überhaupt erst mal erforscht haben wie das funktioniert?
00:39:02: Welche Qualitätsstandards da üblich sind welche Formate und so weiter.
00:39:06: Und da gab es eins Das recht bekannt geworden ist in der Szene dir Lulu heißt das kann aber auch heißen dir Blurb also je nachdem an welcher Plattform man es dann gerade schickt dass nur Tests enthält sodass man danach wenn getruckte Objekte in der Hand hat, also schauen kann wie welche Qualität hatte jetzt der Druck oder Bindeprozess und ähnliches.
00:39:28: Und die Erkenntnis das ist damals in einem.
00:39:31: sehr viele solcher frühen Projekte sind übrigens an Kunsthochschulen entstanden.
00:39:34: Und die Erkenntnis, die man damals gewonnen hatte war erschreckenderweise, also damals noch erschreckend.
00:39:39: Dass eben die Designer-Designerinnen überhaupt keine Kontrolle hatten.
00:39:43: Also man weiß ja nicht an welche Maschine man gerade kommt.
00:39:46: Jedes Buch sieht anders aus.
00:39:47: und dass die Erkennung, das man da ausgewonnen hat, die war damals neu.
00:39:51: Wir kennen den Auflagendruck.
00:39:52: Tausend Bücher sehen gleich aus mit leichten Differenzen mal ein Papierknick oder so.
00:39:57: Beim Print & Eman kann man davon ausgehen jedes Buch ist ein Unikat Weil jedes Mal die Farbe ein bisschen anders kommt, die Bindung anders.
00:40:05: Also das war so eine Erkenntnis von den Studierenden damals wie das funktioniert welche Qualitätseinbußen womit man da rechnen muss.
00:40:12: dann gab es auch andere Projekte wo man zum Beispiel sich alle Formate mal liefern lassen hat um einen Überblick zu bekommen und dann einschätzen zu können wie ist das Verhältnis zwischen Ökonomie und Format und künstlerischem Einsatz den man da machen kann.
00:40:25: Und genau diese erste Phase, wo man dann also einmal guckt, was kann man da eigentlich machen und eben auch den Spielraum entdeckte.
00:40:32: Das war für uns tatsächlich dann auch die Interessante ist aus der Phase kommt natürlich auch die meisten Projekte.
00:40:37: Insofern könnte man schon sagen, die Phase ist für mich oder generell so abgeschlossen.
00:40:41: Also Brindon Demant, das jetzt ein Verfahren unter vielen, wenn man Künstler ist, könnte man sagen okay ich habe hier irgendein Kunstprojekt Mach ich's online, mach' ich's Offset, mach', ich Print und Demand, mach'.
00:40:54: Ich rieße oder was auch immer.
00:40:55: Und es ist ein Verfahren unter vielen wo man dann immer schauen muss passt das oder passt es nicht?
00:41:00: Und es gibt auch etliche künstlerische Projekte die gerade mit dieser Schäbigkeit oder dieser Nichtplanbarkeit von Print und demand arbeiten, wo es also genau darauf ankommt... Schitti-Inhalt sozusagen und der kann dann auch so Schitti rauskommen, also wo das Konzept der Inhalt konform geht mit der Produktion.
00:41:19: Insofern würde ich sagen Print & Demant hat durchaus noch Einsatzmöglichkeiten aber es ist nicht mehr diese Lebendigkeit in der Szene.
00:41:27: Vielleicht noch ein zwei Beispiele was möglich war nur mit Print&Demant.
00:41:31: Das Standardbeispiel dass sich immer nenne ist Print Wikipedia.
00:41:34: Also es gibt tatsächlich einen amerikanischen Künstler Michael Mandiburg Die gesamte Englischsprachige Wikipedia runtergeladen in PDFs umvormontieren lassen und auf Lulu hoch geladen.
00:41:44: Insgesamt hat das bei der englisch sprachigen sieben tausend vierhundert und ein paar zerquetschte Bänder geben, also das ist eine Unterkategorie die haben wir Web to Print genannt.
00:41:53: Eine Übersetzung digitaler Inhalte und da braucht man klassische Buchformat, weil dann hat man die siebentausend Bände und kann zum ersten Mal ermessen wie groß ist eigentlich die Wikipedia während wenn wir irgendwelche Kilobytes hören oder so uns das nix gibt.
00:42:07: Das ist übrigens auch ein Projekt wo man jetzt das Papier geändert hat bei Lulow und er müsste seine siebentausend Vierhundert Bände noch einmal automatisch im Bund neu berechnen.
00:42:15: da also es ist zurzeit nicht produzierbar.
00:42:18: und vielleicht bei dem Werk auch noch was interessantes.
00:42:20: natürlich wurden die siebentausend vierhundert bände noch nicht ausgedruckt noch nicht vollständig, wir haben noch keinen Sponsor dafür gefunden.
00:42:27: Für unsere Bibliothek haben wir dann auch immer bloß ein exemplarisch genommen und das Konzept dahinter dass mit einfließen lassen haben ist, dass Print und Demand häufig eine Form von Imagent-Brintedness bietet.
00:42:43: Das ist ein Fachbegriff den wir von anderen geklaut haben.
00:42:45: das meint manches Werk muss auch gar nicht gedruckt werden sondern existiert als Idee wenn es hochgeladen ist und Metadaten hat usw.
00:42:53: also als Werk existiert aber noch nicht gedrückt.
00:42:56: Es muss auch nicht.
00:42:57: Also das Werk ist schon vollendet Und das sieht man bei der PrintWGPD ja auch weil auch wenn man da schon fünfzig Bücher aus du drucken lässt, hat man die Dimensionen.
00:43:06: Du hast gesagt es gab dieses Momentum als das neu war, du hattest Mühe alles zu finden, war es auch der letzte Moment dieses Projekts so machen zu können.
00:43:16: und in zehn Jahren vielleicht wäre das nicht zu spät gewesen?
00:43:20: Zehn Jahre ist der Horizont sogar zu groß.
00:43:23: also ich würde sagen jetzt ist es zu späht also eigentlich schon.
00:43:26: Also wir haben eine Ausstellung aus den Büchern gemacht in der Villa Stuck, das war vor zwei drei Jahren und da hatten wir den Anspruch jetzt, drucken wir alle nochmal nach damit wir die dort zeigen können.
00:43:35: Und da haben wir dann erlebt dass also dreißig Prozent schon nicht mehr aufwendbar sind.
00:43:40: Ein großes Dankeschön von Jonas und mir an dich Jan und Annett, dass ihr euch Zeit genommen habt.
00:43:46: Vielen Dank an das Publikum und ein ganz ganz großes Danke an die Stiftung Buchkunst.
00:43:51: Garu herzlichen Dank für die Gastfreinschaft!
00:43:56: In Gesprächen wurde ja nochmal deutlich, wie viele Veränderungen das Büchermacher und Publizieren in den letzten vierzig Jahren ausgesetzt war.
00:44:04: Und ein großer Teil wurde durch die Digitalisierung beeinflusst und ich fand es dann spannend noch mal darüber nachzudenken, Künstlerinnen nehmen Veränderung im Moment wo diese erscheinen sehr oft auf und nutzen sie für ihre eigene Praxis weil sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben.
00:44:20: Ja und was besonders auffällt bei der Praxis von Designerinnen und Künstlerinnen ist eben die Suche nach dem Fehler, das Austesten dieser Systeme, die für die breite Masse konzipiert wurde.
00:44:33: Und Kunst- und Design war schon immer interessiert an diesen aktuellsten und neuen Formen der Kommunikationstechnologie wie zum Beispiel MailArt also Postkarten, die man jetzt heute als veraltet anschaut aber auch der Fax des E-Mailes, des Internets Print on Demand.
00:44:51: Und das war sehr spannend, dass zu sehen, dass ja vielleicht mittlerweile diese Form auch schon ein bisschen passé ist es immer ein paar Jahre und vielleicht ein paar Jahrzehnte topaktuell und dann ist es eigentlich schon wieder vorbei.
00:45:06: Das hat mich schon sehr berührt auf eine Art, dass sie den Moment erwischt haben als dieses Phänomen noch abrufbar ist.
00:45:15: also die Bücher sind noch bestellbar was vielleicht später nicht mehr möglich gewesen wäre.
00:45:20: Es ist definitiv nicht mehr Teil der Avant-Garde, wenn man das jetzt zum Beispiel in den nächsten Jahr oder im nächsten Jahr macht.
00:45:26: Das ist wirklich eine breite Masse angekommen und die Fehlerquote wurde vielleicht auch ausgemerzt von den Systemen und darum vielleicht weniger interessant.
00:45:35: Und der andere Punkt, dass das System bucht und fast das Bücher machen.
00:45:39: Das herausgeben aber auch dann die Distribution über die Verlage und diese Kanäle.
00:45:45: Dann gibt es eben auch den Moment von Archiv und Speicherung in Bibliotheken, sei das nun eine private Bibliothek oder eine öffentliche Bibliotek.
00:45:53: Dass diese Bücher dann den Eingang in diese öffentlichen Gedächtnisse gefunden haben und damit zugänglich gemacht werden auf eine Art wie es von gar nicht möglich gewesen wäre
00:46:03: Ja, das Spezielle daran finde ich eben dass jede Person die ein Exemplar online bestellt zu dieser Archivierung beiträgt.
00:46:10: Weil nur durch diese Bestellung wird das Buch überhaupt produziert.
00:46:14: und weil diese Plattform zum Teil nur flüchtig existieren wird durch diesen Kauf auch das Überleben dieser Publikation gesichert oder zumindest etwas wahrscheinlicher.
00:46:24: natürlich kann sie auch wieder einem Brand oder dem Müll zum Opfer fallen.
00:46:30: Aber der Fakt, dass diese Bücher jetzt bei der Bayerischen Staatsbüglothek gesammelt wurden erhöht diese Wahrscheinlichkeit nochmals zusätzlich.
00:46:39: Spannend wäre zu fragen ob die Künstlerinnen damit einverstanden sind das ihre Bücher die bewusst auf diesem Plattform erschienen sind dann eigentlich wieder in das etablierte System eingebunden werden?
00:46:51: Oder ob das eigentlich eine künstlerische Idee widersprechen würde
00:46:54: quasi aus der Position das Superstiven wieder eingespießen in das große System der Institutionen.
00:47:06: und die Stiftung Buchkunst trägt dazu einen großen Teil bei.
00:47:09: Und an dieser Stelle noch ein großes Dankeschön für die Einladung, es war für uns eine große Freude vor Ort dieses Gesprächs führen zu dürfen.
00:47:17: Ja, für all diejenigen, die selbst vielleicht noch ein bisschen weiter stöbern möchten alle Links zu diesem Thema und zu unseren Gästen findet ihr in unseren Show Notes!
00:47:28: Wenn euch diese Folge gefallen hat, bitt erzählt euren Freundinnen davon wenn ihr das erste Mal reingehört habt... Diese und alle anderen Episoden von Nicht nur schön sind auf Apple Podcasts, Spotify und auf unserer Webseite nicht nur schön.ch.
00:47:41: zu hören.
00:47:42: Und in der nächsten Folge sprechen wir mit dem Gestalter und Aktivist Laurent Benner.
00:47:48: Mit ihm haben wir über Nachhaltigkeit in der
00:47:50: Buchbranche gesprochen
00:47:52: die ein bisschen weitergeht als die Nutzung von Recyclingpapier.
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